MicroJet von Multiplex
Der MicroJet ist ein Spassmodell in Delta-Form, d.h. Querruder und Höhenruder werden gemischt angesteuert. Der MJ ist relativ billig, aus robusten Elapor, wie generell bei Multiplex üblich. Obwohl das Modell samt 400er-Bürstenmotor und Günther-LS geliefert wird, entscheide ich mich dann doch gleich von Anfang an, das Modell möglichst leicht zu bauen, d.h. natürlich Brushless!
Ausserdem soll alles möglichst billig bleiben. So verwende ich zur Ansteuerung der Ruder 2 Billig-Servos von Conrad zu je 5 EUR.
Diese werden direkt in die Flächen eingesetzt und durch die mitgelieferten Servo-Abdeckungen geschützt.
Beim Antrieb greife ich mal wieder zu dem billigen Combi 2205/15T BL-Motor und dem ESC15A-Regler, beides von GWS um zusammen etwa 30 EUR. Als Empfänger reicht ein 4-Kanal Micro-Empfänger von GWS.
Mit einer 4.75×4.75 APC bringt das dann 102km/h Strahlgeschwindigkeit bei 11.5A an 3 Lipo-Zellen.
Die Kollegen von SlowFlyWorld verraten in einer Kurzanleitung ein paar Tipps, wie man den MJ so baut, dass er zum einen etwas stabiler wird (mittels GFK in der Rumpfspitze) und zum anderen auch leichter transportierbar (durch abnehmbare Winglets).
Weiters schleife ich dann den MJ noch mit feinkörnigen Nass-Schleifpapier, so dass die Oberfläche schön glatt wird.
Mein Microjet wiegt abflugbereit 280 Gramm, das sind fast 40% weniger als die Herstellerangabe.
Dadurch lässt sich der Jet auch wunderbar langsam fliegen.
Durch die Flügelform ist der Microjet nicht so schnell wie z.B. die Robbe Mirage, aber durch die guten Langsamflugeigenschaften macht der MJ letztlich doch mehr Spass.
Es sieht schon toll aus, wenn der Microjet in Zeitlupe in Ameisenkniehöhe über den Platz fliegt um dann wieder auf Vollgas zu beschleunigen.
ein Spassmodell, das sich sowohl ziemlich flott als auch relativ langsam fliegen lässt. Handlich, daher leicht mitzunehmen.
Beim ersten Flug war mir doch etwas mulmig zumute und das Herz raste ganz ordentlich, da bei einem Jet die Reaktion doch um einiges schneller erfolgen muss als bei anderen Modellen.
Meine Empfehlung: Lieber grosszügiges Expo auf Höhe und Quer (ich hatte Anfangs 70%) sonst wirds stressig.
Der Microjet fliegt sich jedoch im grossen und ganzen sehr gutartig. Die Rollrate und die Endgeschwindigkeit ist niedriger als bei der Mirage von Robbe, aber die guten Langsamflugeigenschaften machen das wieder wett.
Wie von Slowflyworld.de empfohlen habe ich die Winglets nicht eingeklebt, sondern steckbar ausgeführt. Hierzu wird im Rumpf ein kleiner Magnet (Neodym) eingesetzt und am Winglet natürlich an der gleichen Stelle ebenfalls. So lässt sich der MJ wunderbar zerlegt im Original-Karton befördern und aufbewahren.
hier sieht man den Magnet als Gegenstück auf dem Winglet sowie einen aus GFK geformten Stachel, der dann beim Zusammenbau in den Rumpf gesteckt wird.
So hält das Winglet ausreichend und bei einer etwaigen harten Landung springt das Ding einfach ab ohne kaputt zu werden.
ein GFK-Flachprofil im unteren Nasenbereich des Rumpfes bringt zusätzliche Stabilität bei geringem Mehrgewicht.
Der GWS2205-15T Aussenläufer mit einer 4.75×4.75 APC. Ein günstiger Motor, der an 3 Zellen mächtig Dampf für einen Jet macht.
Die untere Ansicht des Microjet. Man sieht die Antenne, welche direkt in der Tragfläche eingelassen ist. Auch die Servos finden direkt in der Fläche ihren vorgesehenen Platz. Wie bei Multiplex üblich wird der Bausatz samt Anlenkungsmaterial und sogar Servo-Abdeckungen aus tiefgezogenen Kunststoff geliefert.
Gut sichtbar der kleine Micro-Empfänger von GWS (4 Kanal), 3 Lipos mit 850mAh von AHA (günstig und sehr gute Spannungsstabilität). Die Kabinenhaube habe ich ebenfalls den Vorschlägen von Slowflyworld.de entsprechend verlängert und schräg abgeschnitten.
Wie man hier gut sieht, passt das fertige Modell dank abnehmbarer Winglets wunderbar in den Originalkarton. Dieser hat einen Tragegriff. Somit kann man den Microjet einfach überall verstauen und im Kofferraum mitnehmen, während empfindliche Teile ausreichend geschützt sind.







