Kone Drone II
Nach meiner ersten Drohne, welche ich mittels meinem MPX Easyglider realisiert habe, entschied ich mich, meinen MPX BL-Easystar erneut als Drone zu einzusetzen. Die Brushless-Motorisierung und die LiPo-Energieversorgung bringt Power im Überfluß bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion gegenüber der Original-Ausstattung so dass der Easystar problemlos eine Kamera mit in die Lüfte nehmen kann um von dort aus Bilder von der Landschaft zu machen.
Meine Vorgaben waren:
- kostengünstig
- einfach
- keine Modifikation direkt am Modell
So habe ich also zuerst Ausschau nach einer möglichst günstigen und gleichzeitig möglichst leichten Kamera gehalten. Fündig bin ich in einem österreichischen Online-Flohmarkt namens willhaben.at geworden. Dort hab ich mir eine gebrauchte Nikon Coolpix L2 um 30 EUR geholt. Diese Kamera ist mit 120gramm nicht gerade ein Fliegengewicht, besitzt jedoch einen CCD mit einer Auflösung von 6 Megapixel und das bei relativ kompakten Gehäuseabmessungen. Hinzu kommt dann noch das Gewicht von 2 AA-Zellen mit denen die Kamera betrieben wird.
Die Montage-Einheit habe ich ähnlich aufgebaut wie schon damals bei meiner ersten kone-Drohne, bestehend aus 1mm Birkensperrholz, einem aufgeleimten 3-Kant Profil sowie einer Stativgewinde-Schraube zum Befestigen der Kamera auf der Montage-Einheit.
Die Kamerahalterung selbst wird ganz einfach mit Klettband am Rumpf befestigt. Zum Betätigen des Auslösers dient ein Conrad 5 EUR-Servo, jedes andere billig-Servo sollte dafür reichen.
Alles zusammen wiegt die komplette Kamera-Einheit samt Montage-Halterung, Befestigung, Auslöse-Servo und Batterien 200 gramm.
Die Kamera wird statt der Kabinenhaube montiert, d.h. man spart sich an dieser Stelle wieder 9 gramm.
Meinen Easystar habe ich so leicht gebaut, dass ich – im Normalbetrieb ohne Kamera – den 3-Zellen 1300mAh Lipo ganz nach vorne schieben und sogar noch mit 20g Blei aufballastieren muss.
Mit der Kamera sieht das etwas anders aus. Hier schiebe ich den Akku soweit nach hinten wie möglich; ausserdem benötigt der Easystar dann auch kein Blei in der Nase. Im Gegenteil: Die Kamera sorgt für Kopflastigkeit, daher müssen die 20g Blei stattdessen am Rumpf montiert werden. Dies geht einfach, rasch, unkompliziert und reversibel mit Klettband, wiegt zusammen 24 gramm.
In Summe bringt die komplette kone Drone II (mit Brushless Easystar) stolze 800 gramm auf die Waage. Kein Problem für den überdimensionierten Antrieb, welcher die Drone in wenigen Sekunden zur Sichtgrenze hinaufschraubt als gäbe es kein Morgen mehr. Abgesehen davon segelt der Easystar selbst bei diesem Gewicht noch wunderbar und lässt sich auch super einfach landen.
Das Auslöse-Servo habe ich auf einen Schalter gelegt und den Servoweg entsprechend klein eingestellt, so dass der Druck gerade ausreicht um den Auslöser der Kamera zu betätigen. Es empfiehlt sich, Bilder nur im reinen Segelbetrieb zu machen. Solange der Motor läuft sind die Vibrationen einfach zu stark und man bekommt so nur verwackelte Aufnahmen.
Hier ein paar Bilder vom ersten Fotoflug: