Das Charterle ist der kleine Bruder des Robbe Charter. Mit einem Abfluggewicht ab 310 gramm ist der Hochdecker für einen Brushless-Motor der 20 gramm Klasse ausgelegt.
Nach etlichen Schaumwaffel-Modellen bietet das Charterle eine willkommene Abwechslung. Hier ist wirkliches Basteln angesagt. Der Aufbau selbst gestaltet sich als sehr einfach, wenngleich relativ zeitaufwändig. Genau das richtige für dunkle Winterabende.
Auf den folgenden Seiten dokumentiere ich den Zusammenbau des Charterle mit Bildern und erkläre mein Vorgehen bei den einzelnen Bauabschnitten etwas näher.
Auspacken…
Das Charterle wird in einem Karton geliefert, in Größe und Gewicht ungefähr wie bei Shockflyern.
Mein erster Gedanke nach dem Öffnen des Kartons: “Da fehlt doch was. Das kann doch nicht alles sein…”.
Natürlich schlage ich sofort in der Anleitung nach und vergleiche die Stückliste. Alles klar, alles da! OK, denke ich, scheinbar ist wirklich nicht mehr notwendig.
Im Großen und Ganzen besteht der Inhalt des Kartons aus einigen Balsa und Sperrholzbrettern unterschiedlicher Stärke mit lasergeschnittenen Teilen, 2 Kohlefaser-Rohren, ein paar Kleinteilen, der Beschreibung und dem 1:1 Bauplan.
Bespannfolie muss noch extra erworben werden. Ich entscheide mich für original Oracover-Folie in Scale-weiß.
Vorbereitungen
Für den Aufbau des Modells erweist sich ein Baubrett als äußerst hilfreich. Bisher hatte ich soetwas noch nie benötigt, also mache ich mich auf den Weg in den Baumarkt auf der Suche nach einem geeigneten Material.
Es soll so weich sein, dass man Steck-Nadeln halbwegs leicht reinbekommt (wie bei einer Pinwand). Die Oberfläche sollte möglichst eben sein, die Abmessungen am besten so groß wie der Bauplan (70x100cm) und möglichst billig.
Ich entscheide mich für eine Weichfaserplatte (Holzfaserdämmplatte) mit 12mm Stärke. Das Material ist relativ leicht und weich, gibts in unterschiedlichen Stärken und erscheint für meine Anforderungen optimal.
Gleich lasse ich mir davon genau meine gewünschte Größe zuschneiden.
Um zu verhindern, dass sich später beim Bau des Modells aufgrund überschüssigen Klebers die Teile mit dem Plan verkleben, nehm ich gleich noch eine Rolle transparenter Blumenfolie mit. Praktisch, dass die Rolle exakt 70cm breit ist und somit genau mit Plan und Baubrett zusammenpasst.
Daheim angekommen lege ich den Bauplan auf das soeben neu erworbene Baubrett und die Blumenfolie darauf. Die Folie legt sich wunderbar glatt auf das Papier und haftet aufgrund elektrostatischer Aufladung einmalig auf dem Plan. Dann pinne beides an den Kanten ein paar mal nieder.
So, jetzt noch Schneideunterlage hinterm Kasten vorgeholt und Skalpell, Schmirgelpapier sowie Leim bereitgelegt. Los geht’s!


Ich finde den Baubericht sehr gut und gerade für Anfänger sehr ausführlich geschrieben. Das macht Lust aufs eigene Modell und nimmt so manchem Beginner bestimmt auch die Angst vor dem ersten richtigen Bausatz. Also mach ma weiter so, es liest sich schön.
Gruß Mirko
Super Baubericht! Eine tolle Info für alle die mit dem Gedanken spielen sich dieses Modell zu kaufen! Weiter so – ich bin schon gespannt auf den Erstflug! Gruß agexx
Echt hilfreich deine Seite. Der Baubericht ist eine wirklich sehr gute Ergänzung zur Bauanleitung von Robbe. Der Baubericht hat mir in manchen Situationen weitergeholfen wo die Bauanleitung von Robbe eher etwas ungenau ist und kleinere Rätsel aufgab.
Klasse Baubericht. Ich habe mir, nicht zuletzt wegen deinem tollen Bericht, Heute auch ein Charterle bestellt. Allerdings werde ich wohl auf RC – und Antriebskomponenten aus der Restekiste zurückgreifen.
ein sehr intelligent geschriebener Text