Das Höhenleitwerk
Das Höhenleitwerk ist einfach und rasch aufgebaut. Zuerst verklebe ich die Teile für den äußeren Rahmen samt dem Mittelstück und danach kommen die einzelnen Streben.
Schön ist, dass Robbe hier sogar die leichte Abschrägung an den Stellen wo sich zwei benachbarte Streben berühren leicht abgeschrägt ist (genau schauen!). So passt wirklich alles wunderbar zusammen.
Ich bin erstaunt, wie leicht das Höhenleitwerk ist. Robbe hat hier qualitativ hochwertiges Balsa verwendet, welches federleicht ist. Nach dem Aushärten der Klebestellen runde ich das Leitwerk an der vorderen und seitlichen Kante mit Schleifpapier noch ein wenig ab.
Das Höhenruder
Das Höhenruder ist ebenso ziemlich schnell aufgebaut in verklebt. Besteht ja nur aus wenigen Teilen, die eigentlich keine Fragen offenlassen.
Beim Schleifen des Höhenruders hingegen sollte man behutsam vorgehen und vorher gut überlegen, wie man es angeht. Ich war leider etwas müde und unkonzentriert was dazu geführt hat, dass ich beim Zuschleifen der langen Schräge abgerutscht bin und dabei zuviel Material an Stellen abgetragen habe, wo das eigentlich nicht so vorgesehen war.
Kein Problem, am nächsten Tag aus dem Bastelladen ums Eck mal schnell ein 2mm-Balsabrett mitgenommen und nochmal ein neues Höhenruder ausgeschnitten.
Zwar mit etwas Zeitaufwand verbunden, aber ich wollte einfach nicht mit einem verschliffenen Höhenruder herummurksen. Mein Eigenbau-Ersatz sieht fertig so aus:
Ich bin ganz zufrieden mit dem Resultat; Man erkennt den Unterschied nur im Detail bei den einzelnen Lamellen. Die verschwinden später jedoch ohnehin unter der Bespannfolie.
Die Briefwaage bescheinigt allerdings, dass die Balsaqualität vom Bastler leider nicht der des Robbe-Bausatzes entspricht, denn während das originale Höhenruder federleichte 3 Gramm wiegt, hat mein Nachbau stolze 5 Gramm. Klingt zwar nicht viel, allerdings könnten 2 Gramm, die am extremen hinteren Ende des Modells liegen den Schwerpunkt etwas verlagern. Naja. bleibt halt mal zu hoffen, daß das – im wahrsten Sinne des Wortes – nicht zu sehr ins Gewicht fällt. Andererseits habe ich ohnehin vor, einen Akku einzusetzen, der mit etwas mehr Kapazität aufwarten kann als der von Robbe empfohlene, dafür aber auch ein paar Gramm schwerer ist. Schlimmstenfalls geh ich nochmal mit der Briefwaage in den Bastelladen und hol mir das leichteste 2mm-Balsa das ich dort finden kann.
Was das Zuschleifen des Höhenruders angeht, habe ich natürlich beim zweiten Mal weit mehr Vorsicht walten lassen und bin etwas bedachter an die Sache rangegangen, zumal ja das Ersatzhöhenruder auch einiges an zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet hat. Folgende Technik hat sich für mich gut bewährt: Aus Holzresten habe ich mir einen Winkel zusammengeleimt und darauf einen Streifen Schleifpapier geklebt.
Das Höhenruder pinne ich mit Nadeln an der Kante des Baubretts so fest, dass eine der beiden kürzeren Seitenkanten der Dreiecksform vom Höhrenruder plan mit der Kante des Baubretts abschließt. Das Höhenruder habe ich entlang der langen Kante – an der später die 45° Phase für das Scharnier abgeschrägt wird – mit ein paar Nadeln fixiert.
Die Nadeln setze ich möglichst schräg ein, so daß sie beim Abschleifen nicht stören.
Jetzt kann ich langsam und vorsichtig beginnen, mit dem Schleifblock die flach abfallende Schräge zu erstellen. Hierbei bleibt der eigentliche Träger unverändert, nur die Streben werden abgeschrägt. Es empfiehlt sich immer wieder nach ein paar Schleifzyklen den Fortschritt zu überprüfen. Da nimmt man schon mal leicht zuviel weg und ärgert sich dann.
Ich machs dann meist so, dass ich mit einem Stift die Stellen markiere, wo ich noch was weghaben will. Beim Schleifen beschränke ich mich dann – so weit es geht – auf diesen Abschnitt. Wird die Markierung blasser oder verschwindet gänzlich, dann kann ich auf diesem Weg schnell überprüfen, ob ich am richtigen Weg bin.
Mit der zweiten kurzen Seitenkante des dreieckförmigen Höhenruders gehe ich genauso vor; neu mit Nadeln so fixieren, dass die Kante mit der Baubrett-Kante abschliesst und vorsichtig die Schräge schleifen.
Ist der Teil des Höhenruders fertig abgeschrägt, hat man schon das schwierigste hinter sich und es fehlt nur noch die 45°-Abschrägung für das Ruderscharnier. Hier mache ich es genauso wie mit den beiden kurzen Kanten; Ich fixiere das Höhenruder mit Nadeln am Baubrett so, dass die lange Kante des Höhenruders mit dem Baubrett plan abschliesst. In ähnlicher Manier wie vorher – nur mit steilerem Winkel – wird nun die 45°-Schräge geschliffen.
Da entwickelt vermutlich jeder seine eigene Technik. Das fertige Höhenruder:
Das Seitenruder
Das Seitenruder ist sehr einfach zu bewerkstelligen. Für die Schleiftechnik verwende ich den selben Ansatz wie beim Höhenruder. Nur ist hier etwas mehr Material zu bearbeiten, wodurch hierbei das Schleifen mehr Zeit in Anspruch nimmt als beim Höhenruder.
Das Seitenleitwerk
Noch problemloser gestaltet sich das Seitenleitwerk, zumal es ja lediglich aus 2 Teilen besteht. Viel zu verschleifen gibts hier nicht. Nur ein wenig Kanten abrunden, das wars.
Weiter gehts mit dem Rumpf









Ich finde den Baubericht sehr gut und gerade für Anfänger sehr ausführlich geschrieben. Das macht Lust aufs eigene Modell und nimmt so manchem Beginner bestimmt auch die Angst vor dem ersten richtigen Bausatz. Also mach ma weiter so, es liest sich schön.
Gruß Mirko
Super Baubericht! Eine tolle Info für alle die mit dem Gedanken spielen sich dieses Modell zu kaufen! Weiter so – ich bin schon gespannt auf den Erstflug! Gruß agexx
Echt hilfreich deine Seite. Der Baubericht ist eine wirklich sehr gute Ergänzung zur Bauanleitung von Robbe. Der Baubericht hat mir in manchen Situationen weitergeholfen wo die Bauanleitung von Robbe eher etwas ungenau ist und kleinere Rätsel aufgab.
Klasse Baubericht. Ich habe mir, nicht zuletzt wegen deinem tollen Bericht, Heute auch ein Charterle bestellt. Allerdings werde ich wohl auf RC – und Antriebskomponenten aus der Restekiste zurückgreifen.
ein sehr intelligent geschriebener Text