Der Rumpf
Daraus soll das Grundgerüst für den Rumpf entstehen?
Man wird sehen…
Ein Haufen Sperrholz-Rahmen unterschiedlichster Form und Größe. Ein echtes 3D-Puzzle wartet darauf zusammengesetzt zu werden.
Zuvor werden jedoch erst einmal die Rumpf-Seitenteile vorbereitet.
Der Bauanleitung folgend fixiere ich den rechten Rumpfseitenteil am Baubrett und spiegelbildlich darüber den linken.
Entgegen der Bauanleitung jedoch verwende ich für alle Klebungen Weißleim anstatt von Sekundenkleber, da sich meiner Meinung nach Holz mit Leim viel besser verarbeiten lässt. So macht es beispielsweise nichts, wenn mal was auf den Fingern klebt. Auch ist das Kleben an sich nicht so stressig. Mit Leim bleibt noch reichlich Zeit zum Ausrichten und trotzdem ist die Klebestelle nach etwa 15min soweit fest, dass man weiterarbeiten kann.
Rasch sind Tragflächenauflage und Aufleimer festgeklebt und fixiert. Während die Klebung trocknet sehe ich mir mal an, wie aus den einzelnen Spanten ein Gerüst entstehen soll und in welcher Reihenfolge die Teile am besten miteinander verleimt werden müssen.
Zu diesem Zweck stecke ich mal die Teile R7-R12 probehalber zusammen. Hier merkt man wieder einmal die unheimliche Passgenauigkeit der lasergeschnittenen Teile.
Ich verklebe zuerst die Teile R7, R8:
die beiden Teile R7 und R8 werden wiederum mit R9 zu einem Sandwich verklebt:
Da ich ja zuvor überprüft habe, dass alle Teile soweit passen streiche ich die Klebestellen schon mal mit Leim ein und verklebe das Sandwich R7-R9 sowie die
restlichen Spanten R11 und R12 mit dem Zwischenboden. Unmittelbar darauf streiche ich auch an der rechten Rumpfhälfte schon mal die Klebestellen ein und setze dann das Rumpfgerüst ein. Die Klebestellen sind noch nicht gehärtet, daher lässt sich alles noch wunderbar einfach ausrichten.
Die Klebestellen der Tragflächenauflage und die Aufleimer an der linken Rumpfhälfte sind bereits soweit fest, dass nichts mehr verrutschen kann, also kommt als nächstes die linke Rumpfhälfte auf das soeben entstandene Konstrukt dran.
An dieser Stelle lasse ich nun die Klebungen über Nacht aushärten.
Am nächsten Tag wird der Spant R13 eingeklebt. Hierzu müssen die Rumpfseitenteile leicht auseinander gespreizt werden, was das Balsa jedoch problemlos wegsteckt. Ich fixiere die Klebung vorsichtig mit einer Zwinge. Allerdings setze ich diese nicht direkt am Balsa an, sondern verwende ein paar Reste als Zwischenlage. Zwischen diese und dem Rumpf lege ich noch ein Stück Folie, so dass nichts von der Balsa-Zwischenlage am Rumpf kleben bleibt. Nach 10-15min ist die Klebestelle soweit getrocknet, dass ich weitermachen kann. Nun kommen die beiden Motorträger R14 an ihre vorgesehene Stelle im Spant R13 und vorne noch der Motorspant R15 dran.
Weiter gehts mit den Füllklötzen R16, die ich noch ein wenig abschleifen muss, so dass sie leicht reinrutschen können und somit dazwischen noch ausreichend Platz für Leim bleibt.
Die Rumpfspitze ist schon fast fertig; Auch an der Vorderkante kommt noch ein Füllklotz aus 4mm Balsa dran. Mit so viel Füllmaterial sollte sich später ein wirklich schön runder Rumpf schleifen lassen!
Zum Aushärten verwende ich wiederum das selbe Prinzip wie schon vorhin beim Spant R13 (Zwinge mit Balsabacken und Folie).
Während der Leim trocknet verklebe ich die Flächenbefestigung mit der Aufdopplung.
Später streiche ich die Klebestellen ein, an denen dieses Sandwich in die dafür vorgesehene Ausnehmung der Tragflächenauflage kommt, schiebe das Flächenbefestigungs-Aufdopplungs-Sandwich durch ein Seitenfenster des Rumpfes und klebe das Ding dort fest. Hier haben sich kleine Klammern bewährt. Wäscheklammern könnten hierbei auch durchaus hilfreich sein, wenn man keine Bastelklammern hat.
Die Verstärkungen R19 werden eingestrichen und dann über den oben offenen Rumpf von hinten eingefädelt:
Beim Einkleben des Spants R20 klemme ich wiederum eine Zwinge im gewohnten Stil an den Rumpf:
Diese Klebung lasse ich über Nacht aushärten um das hintere Rumpfende am nächsten Tag fertigzustellen.
Der kleinste und zugleich letzte Spant wird mit der selben Vorgehensweise eingeklebt wie schon der vorige.
Zuletzt werden noch die Innenseiten des Rumpfendes sowie die Stellen der Aufleimer, die sich dann berühren mit Leim eingestrichen. Hierzu eignen sich wunderbar Wattestäbchen. Nachdem Zusammensetzen der beiden Hälften wird der überschüssige Leim einfach mit einer Küchenrolle abgestreift.
Bei der Rumpfrückenbeplankung muss ich die Nuten im Bereich des Spants R20 und auch die beiden seitlichen etwas vergrößern, damit alles auch wirklich alles gut sitzt.
Die Rumpfbodenbeplankung wird zuerst einmal am Baubrett vorbereitet. Hier ist mir aufgefallen, dass der Schlitz für das Fahrwerk am Plan nicht mit der Position im Balsa übereinstimmt. Eine kurze Kontrolle am Objekt selbst zeigt dann, dass lediglich der Plan nicht stimmt, das Balsa ist jedoch richtig vorgefertigt!
Beim Aufkleben der Rumpfbodenbeplankung an die Rumpfunterseite muss ich im Bereich von Spant R12 mit Zwingen fixieren, denn hier biegt sich der Boden zu sehr auf und Nadeln geben hier nicht ausreichend Halt.
Um am Rumpfende die Bodenbeplankung zu fixieren stecke ich ein Balsareststück in den Schlitz für das Höhenruder und klemme verwende eine kleine Bastelklemme:
Jetzt noch den Frontscheibenrahmen und die Nasenbeplankung aufgeklebt und zu guter Letzt kommt noch der Rumpfdeckel dran.
Die Verriegelung klebe ich mit dickflüssigem Superkleber an das Brettchen. Leider passen die beiden länglichen Teile des Rumpfdeckels nicht sofort auf Anhieb in die vorgesehenen Ausnehmungen im Spant R7. Kein Problem; ich schleife die Haken-förmigen Enden ein wenig ab und schon passt alles wie angegossen.
Allerdings frage ich mich nun, ob sich der Deckel mit bereits eingeklebter Verriegelung noch gut bespannen lassen wird?
Mein Tipp daher: Die beiden länglichen Teile des Deckels kann man ruhig schon mal aufleimen (auf die Richtung achten!) Die Verriegelung allerdings würde ich erst nach dem Bespannen aufkleben…
Der Rumpf ist nun fertig aufgebaut und wartet nur noch darauf verschliffen zu werden:
Ungeschliffen bringt der Rumpf samt Deckel 67 Gramm auf die Waage. Nach dem Verschleifen wirkt der Rumpf gleich um einiges ansehnlicher und nimmt somit schon realistischere Formen an. Die Waage zeigt nach dem Verschleifen um 3 Gramm weniger an.
jetzt wirds “spannend“.













Ich finde den Baubericht sehr gut und gerade für Anfänger sehr ausführlich geschrieben. Das macht Lust aufs eigene Modell und nimmt so manchem Beginner bestimmt auch die Angst vor dem ersten richtigen Bausatz. Also mach ma weiter so, es liest sich schön.
Gruß Mirko
Super Baubericht! Eine tolle Info für alle die mit dem Gedanken spielen sich dieses Modell zu kaufen! Weiter so – ich bin schon gespannt auf den Erstflug! Gruß agexx
Echt hilfreich deine Seite. Der Baubericht ist eine wirklich sehr gute Ergänzung zur Bauanleitung von Robbe. Der Baubericht hat mir in manchen Situationen weitergeholfen wo die Bauanleitung von Robbe eher etwas ungenau ist und kleinere Rätsel aufgab.
Klasse Baubericht. Ich habe mir, nicht zuletzt wegen deinem tollen Bericht, Heute auch ein Charterle bestellt. Allerdings werde ich wohl auf RC – und Antriebskomponenten aus der Restekiste zurückgreifen.
ein sehr intelligent geschriebener Text